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06.01.2026

Nur jeder fünfte Beschäftigte nutzt KI regelmäßig

Fristlose Kündigung und Annahmeverzug

©peshkova/123rf.com

Nur jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland gibt an, Künstliche Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz regelmäßig zu nutzen. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts gemeinsam mit anderen Forschungseinrichtungen. Rund 64% haben KI bereits eingesetzt, die meisten nutzen sie jedoch nur gelegentlich. „Zudem wurde die KI-Hauptanwendung nur bei etwa einem Drittel der Nutzenden auch vom Unternehmen eingeführt – zwei Drittel nutzen KI demnach also eigeninitiativ“, sagt Oliver Schlenker, stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft.

ChatGPT und Übersetzungsprogramme

Die individuelle Nutzung konzentriert sich laut Studie stark auf leicht zugängliche Text‑Tools (z.B. ChatGPT, Übersetzer), die einfach verfügbar sind und geringe Einstiegskosten haben. Diese werden von über 80% der KI-Nutzenden verwendet. Die formelle arbeitgebergesteuerte Nutzung von KI-Tools konzentriert sich zudem auch auf komplexere oder kostspieligere Anwendungen (z.B. diagnostische Tools, Sprach- oder Bildverarbeitung). „Die Beschäftigten berichten jedoch auch, dass die betriebliche Einführung von KI mit einer höheren Nutzungshäufigkeit, mehr Weiterbildungsangeboten, mehr KI-basierter Supervision und höheren Produktivitätsgewinnen einhergeht“, so Schlenker.

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen steckt damit noch in den Kinderschuhen.

Zum Hintergrund der Studie

Die Ergebnisse basieren auf Auswertungen der zweiten Befragung zur Verbreitung und Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0) von 2024. Das ifo Institut hat die Analyse gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt. Die Umfrage umfasst ca. 9.800 Interviews und ist repräsentativ für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die dargestellten Ergebnisse zeigen Korrelationen und Zusammenhänge, keine kausalen Effekte.


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