13.06.2025

Generation Z sagt Nein zum Dauerstress

Immer mehr Menschen sind bereit, für weniger Stress auch auf Gehalt zu verzichten – besonders die Generation Z. Eine neue Umfrage zeigt: In Deutschland ist der Wille, Belastung gegen Einkommen abzuwägen, besonders stark ausgeprägt. Was das für Unternehmen bedeutet.

Fristlose Kündigung und Annahmeverzug

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Ein höheres Gehalt bedeutet oft mehr Verantwortung – und mehr Belastung. Der aktuelle Pulse Survey des Randstad Arbeitsbarometers 2025 zeigt: Beschäftigte in Deutschland sind eher bereit, für einen höheren Verdienst mehr Stress in Kauf zu nehmen als Arbeitnehmende in anderen Ländern. Gleichzeitig bleibt das Gehalt ein wichtiger Bestandteil der Mitarbeiterbindung. Die Ergebnisse im Überblick:

  • Nur 50 % der Beschäftigten in Deutschland würden weniger Stress einem höheren Gehalt vorziehen – im internationalen Durchschnitt sind es 60 %.
  • Ein Drittel der deutschen Befragten (35 %) hat sich bereits beim Jobwechsel für weniger Stress und zugleich weniger Gehalt entschieden (international: 40 %).
  • 67 % würden ihrem Arbeitgeber treu bleiben, wenn sie eine jährliche Gehaltserhöhung mindestens in Höhe der Inflation erhalten. Weltweit sagen das sogar 74 %.

Gen Z eher bereit, für weniger Stress den Job zu wechseln

„Gehalt motiviert – aber nur, wenn der Stress nicht überhand nimmt“, sagt Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland. Dies gilt besonders für die jüngeren Generationen: Bei der Generation Z hat knapp die Hälfte (49 %) bereits ein höheres Gehalt für weniger Stress durch einen Jobwechsel getauscht; bei den Millennials sind es 36 %, bei der Gen X 29 %, bei den Babyboomern allerdings nur 19 %.

„Gerade die junge Generation stellt psychische Belastung im Job nicht mehr hinten an – sie zieht im Zweifel die Reißleine, auch wenn es finanziell weh tut. Diese Haltung ist in Deutschland besonders ausgeprägt“, so Menne. „Für Unternehmen heißt das: Wer Talente halten will, muss Arbeitsbedingungen schaffen, die nicht nur leistungsfördernd, sondern auch gesundheitsfördernd sind.“

Im internationalen Vergleich sind die Zahlen zwischen den Generationen deutlich ausgeglichener: 44 % der Generation Z und 34 % der Boomer etwa haben bereits einen Jobwechsel wegen Stress vollzogen.

Gehalt bleibt wichtiger Faktor der Mitarbeiterbindung

Dennoch ist eine Mehrheit aller Generationen bereit, ihre Stellen zu behalten, wenn sie besser verdienen. 59 % der Generation Z, 67 % der Millennials, 74 % der Gen X und 70 % der Baby Boomer in Deutschland geben an, dass eine jährliche Gehaltserhöhung mindestens in Höhe der Inflation sie motivieren würde, ihrem aktuellen Arbeitgeber treu zu bleiben. „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit schauen Beschäftigte genau hin: Gehaltserhöhungen, die nicht einmal die Inflation ausgleichen, werden schnell als mangelnde Wertschätzung empfunden. Wer Fachkräfte binden will, muss beides bieten: finanzielle Sicherheit und eine Unternehmenskultur, die Leistung anerkennt, ohne die Gesundheit zu gefährden“, erklärt Verena Menne.


Randstad vom 12.06.2025 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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