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28.07.2026

KI-Ausfall würde viele Beschäftigte sofort ausbremsen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass KI besonders in Deutschland und auf Führungsebenen fest in Arbeits- und Entscheidungsprozesse eingebunden ist und ihr Ausfall erhebliche Folgen hätte.

Fristlose Kündigung und Annahmeverzug

peshkova/123rf.com

Künstliche Intelligenz ist in deutschen Unternehmen längst mehr als ein zusätzliches Werkzeug. Laut der aktuellen Ausgabe des „Expleo AI Pulse“ könnten 10% der Beschäftigten ihre Arbeit ohne KI-Tools nicht mehr ausführen. Weitere 19% hätten ohne die Technologie nicht genügend Zeit, ihre täglichen Aufgaben zu erledigen.

Führungskräfte besonders abhängig

Besonders stark ist KI auf den oberen Führungsebenen in Arbeitsabläufe eingebunden. 31% der befragten Unternehmensinhaber erklären, ihre Arbeit wäre ohne KI deutlich komplizierter. Bei C-Level-Führungskräften sagen lediglich 8%, dass der Wegfall der Tools keinen Unterschied machen würde. Im mittleren Management liegt dieser Anteil bei 23%.

Nach Einschätzung von Expleo zeigt dies, dass KI zunehmend Teil der betrieblichen Infrastruktur und strategischer Entscheidungsprozesse wird. Unternehmen müssten daher prüfen, welche zentralen Geschäftsabläufe bei einem Ausfall der Systeme noch funktionieren.

Unterschiede nach Unternehmensgröße

Auch die Unternehmensgröße beeinflusst die Abhängigkeit. In Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten geben 11% an, ohne KI nicht mehr arbeiten zu können. In Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden sind es 6%. Besonders häufig erwarten Beschäftigte in Firmen mit 250 bis 999 Mitarbeitenden ohne KI deutlich mehr Stress.

Deutschland im europäischen Vergleich vorn

28% der Beschäftigten in Deutschland rechnen bei einem Wegfall von KI mit einem stressigeren Arbeitsalltag. In Großbritannien sind es 22%, in Irland 20% und in Frankreich 19%. Nur 12% der Befragten in Deutschland erwarten keinerlei Unterschied, das ist der niedrigste Wert im Ländervergleich.

Die seit 01.08.2025 monatlich erhobene Studie basiert aktuell auf der elften Befragungswelle vom 01.06.2026 bis 30.06.2026. Deutschland erreicht im Stimmungsindex erneut 67 Punkte und liegt damit über dem europäischen Wert von 65 Punkten.


Expleo vom 21.07.2026 / RES JURA Redaktionsbüro (vcd)

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